Spyder – Monitorkalibrierung


Spyder – Monitorkalibrierung

Der letzte Teil der 3 teiligen Kalibrierungsreihe dreht sich um, meiner Meinung nach, der wichtigsten aller Kalibrierungen. Wir schauen uns die Monitorkalibrierung an. Gerade wenn wir Bilder Bearbeiten ist es immens wichtig das die Farben richtig dargestellt werden. Gerade wenn diese Bilder auch später gedruckt werden sollen, muss die Ansicht auf dem Bildschirm entsprechend richtig sein. Ich nutze dafür schon seit langer Zeit ein Tool von Datacolor. Den Spyder V3. Mittlerweile gibt es bereits die Version 5. Meine V3 tut es aber noch genauso. Es gibt hier natürlich auch noch andere Hersteller wie Xrite.

Es gibt aber gerade bei den Bildschirmen einige Hürden bevor man eine korrekte Kalibrierung durchführen kann. Der Monitor an sich hat schon Einschränkungen wie viel Farben er darstellen kann. Gute Monitore können mindestens den sRGB Farbraum darstellen. Sehr gute Monitore schaffen auch den Adobe RGB Farbraum, der noch mehr Farben darstellen kann.

Farbräume. Quelle: www.Eizo.de
Farbräume. Quelle: www.Eizo.de

Desweiteren unterscheiden sich die die Monitore noch in der Art wie man sie kalibrieren kann.

Die meisten Monitore werden Softwarekalibriert. Das bedeutet am Monitor selber wird nicht geändert, sondern die Farbwerte die von der Grafikkarte zum Monitor gesendet werden sind entsprechen geändert, das die richtigen Farben am Monitor dargestellt werden. Es wird dafür eine Art Lookup Table genutzt die die Farbwerte ändert.

Die teureren Monitore nutzen die Möglichkeit der Harwarekalibrierung. Dabei wird der Colorimeter am Monitor angeschlossen und der Monitor kalibriert sich selber. Die Signale der Grafikkarte bleiben erhalten und der Monitor rechnet die Empfangenen Daten entsprechend selber um damit auch hier wieder die richtigen Farben dargestellt werden.

Was hier nun die bessere Art der Kalibrierung ist kann ich persönlich nicht sagen. Wenn man einen Hersteller fraget (in dem Fall Eizo) bekommt man die Info das die Softwarekalibrierung mit Qualitätseinbußen erkauft werden.

Mein HP Monitor lässt sich nur Softwarekalibrieren. Ich werde also diesen Teil entpsrechend beschreiben.

Legen wir los! Bei Datacolor heißt der Colorimeter Spyder und wird komplett inkl. der nötigen Software geliefert. Diese Installierst du dann einfach auf deinem PC und kannst, solltest du einen Laptop nutzen, auch direkt deinen Monitor wie auch Laptop konfigurieren. Alleine hier merkt man sehr schnell was es bringt die beiden Monitore zu kalibrieren. Die Farben werden plötzlich auf beiden Ausgabegeräten gleich dargestellt!

Auswahl welche Art des Monitors man kalibrieren möchte
Auswahl welche Art des Monitors man kalibrieren möchte

Wenn du einen LCD oder Monitor ausgewählt hast, kannst du noch definieren welche Anzeigeneinstellungen du ändern kann. Dazu musst du diese Punkte in deinem Monitor Einstell Menü genau anschauen.

Einstellbarkeit seines Monitors
Einstellbarkeit seines Monitors

Im nächsten Step platzierst du dann den Spyder an der auf dem Monitor angezeigten Position. Dafür hat der Spyder einen kleinen Saugnapf der mehr oder weniger hält ;). Ich spanne da noch das Kabel hinter dem Monitor damit er in der Position bleibt. Festhalten wäre auch eine Option, aber die Kalibrierung dauert eine Weile.

Sensorposition auf dem Monitor angezeigt in der Spyder Software
Sensorposition auf dem Monitor angezeigt in der Spyder Software
Spyder positioniert auf dem Monitor
Spyder positioniert auf dem Monitor

Wenn man dies nun durchgeführt hat kann man die Kalibrierung starten. Wichtig ist dabei das man auch die Beleuchtung im Raum entsprechend wählt wie man später auch arbeiten will. An der Front hat der Spyder einen Lichtsensor mit dem diese Helligkeit gemessen wird und dementsprechend die Helligkeit des Monitors kalibriert wird. Dafür nutzt du dann das Einstellmenü im Monitor um die Zielhelligkeit zu wählen.

Ziellhelligkeit im Monitor einstellen
Ziellhelligkeit im Monitor einstellen

In den nächsten Schritten werden dann durch die Software die verschiedenen Farben und Abstufungen durchgefahren und damit auch die Kalibrierung durchgeführt.

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Nach Beendigung wird das Profil für diesen Monitor im System gespeichert und Automatisch bei jedem Start des Computers gestartet. Zu guter letzt kann man sich noch den Unterschied vor und nach der Kalibrierung anschauen und man erkennt sehr schnell, JA! das hat sich gelohnt!

Spyder nach der Kalibrierung im Vorher/Nacher
Spyder nach der Kalibrierung im Vorher/Nacher

Das war es auch schon. Nun hast du einen Kalibrierten Monitor. Deine Farben werden richtig dargestellt und du kannst z.B. mittels ICC Profilen einen Softproof durchführen. Damit kannst auf dem Monitor simulieren, wie später der Druck deines Bildes in Echt aussehen wird.

Ich hoffe dir hat diese 3 teilige Reihe gefallen 🙂  Wenn ja, ich würde mich über Feedback freuen. Schau auch auf meiner Facebookseite vorbei und hinterlasse ein Like wenn Sie dir gefällt 🙂

Nächste Woche wird das Thema Planung des Foto Spots sein. Wie plant man am besten die Uhrzeit und den Standort um die optimalen Bilder zu bekommen.

Also bis bald

Euer Darko 🙂

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